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Intermittent Fasting – ist das normal? 

 Juni 27, 2016

Von  Sven Sparding

Intermittent Fasting – ist das normal?

Diesen Beitrag möchte ich nutzen, um auf ein paar wesentliche Einwände und Vorurteile zu Intermittent Fasting einzugehen.

Oft habe ich schon gehört, dass Frühstück weglassen nicht normal sei. Ist das so? Sprechen wir einmal darüber was normal sein könnte, was früher vielleicht mal normal war. Seit wann wir Menschen unser Essen so konsumieren, wie wir es gerade tun und wo uns das hingeführt hat – zu Übergewichtsraten von bis zu 58,2% laut der Deutschen Adipositas Gesellschaft, Stand 2008.

Meine Frage an dich: Was ist denn normal?

Wer sagt, dass wir frühstücken müssen? Ist das Frühstück so wichtig?

“Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages” oder “eat Breakfast like a King, Lunch like a Prince and Dinner like Pauper.”

Was glaubt ihr, wer diese Sprichwörter geprägt hat? Für diejenigen, die hier stutzig werden: Hier ist ein interessanter Blog-Beitrag über Frühstück. Mir sind nun schon oft Aussagen untergekommen, dass Frühstück dazu designed oder dazu benutzt wurde, um mehr Nahrung unters Volk zu bringen – plain and simple und nicht in unserem Interesse. Da lehne ich mich natürlich weit aus dem Fenster und das ist eine gewagte These – was denkt ihr darüber? Schreibt mir eure Meinung in die Kommentare!

Gesunde Menschen brauchen kein Frühstück, man wird nicht krank oder fällt um nach 20 Stunden ohne Nahrung – im Gegenteil!

Notwendig für uns ist das Frühstück nicht. Wir benötigen die Energie nicht in unserem Kreislauf. Warum schüttet sonst jeder (!) Mensch zu Beginn des Tages wie zu keiner anderen Zeit des Tages Cortisol aus? Dies ist ein Energie bereitstellendes Hormon, das uns unter Anderem hilft morgens energiegeladen in den Tag zu starten.

Wie war es früher? Wie vor 100, 1000 oder auch 2000 Jahren? War es nicht ein Zeichen des Wohlstandes im Mittelalter dick zu sein? Nur wohlhabende Adelige konnten sich damals Frühstück leisten, Andere mussten erst für ihre Mahlzeiten arbeiten, um dann abends ihre Familie versorgen zu können. Fasten ist schon Ewigkeiten Bestandteil von Religionen!

In einer Zeit, in der wir eher das Problem haben zu viel Nahrung zu konsumieren, welches viele gesundheitliche Probleme mit sich bringt – wollen wir da nicht einen Schritt zurückgehen und uns in einer Art und Weise ernähren, die uns bei dem ganzen Nahrungs-Überangebot unterstützt?

Unser Metabolismus erhöht sich sogar während kurzzeitigem Fasten! Kein “starvation mode” in den ersten 48 Stunden!

Dies zeigt diese Studie und andere Studien: Bei kurzzeitigem Fasten wird vermehrt Adrenalin ausgeschüttet!

Lasst uns da kurz drüber nachdenken: Warum stößt der Körper in frühen Stadien ohne Nahrung vermehrt ein Hormon aus, welches den Verbrauch unseres Körpers erhöht. Adrenalin steigert unseren Verbrauch durch eine Erhöhung unserer Aktivität – man wird hibbeliger und will sich bewegen! Gut veranschaulicht im Film Crank mit Jason Statham.

Evolutionär betrachtet waren wir früher Jäger und Sammler, wir konnten nicht einfach in den Supermarkt gehen und uns Essen kaufen, wir mussten raus und uns das Zeug selbst holen! Forscher sind sich einig, dass dieser Ausstoß an Adrenalin mit dafür gesorgt hat. Er hat die Menschen früher dazu angetrieben nach Nahrung zu suchen!

Können wir auch den Abfall bei längerer Zeit ohne Nahrung so erklären? Ja, können wir! Es macht Sinn, dass der Körper nach anfänglicher Bewegungssteigerung dann irgendwann runterfährt. Stellt euch das Szenario vor, dass ihr mitten im Nirgendwo seid und Essen benötigt. Anfänglich unterstützt dich der Körper mit vermehrt Adrenalin, damit du schnell an Nahrung kommst. Gesetzt der Fall, dass dies nicht passiert, möchte der Körper natürlich dein Leben erhalten und fährt so den Aktivitätsgrad runter, um dich so zu schützen und diese Zeit ohne Nahrung (bis zum nächsten Regen vielleicht?) zu überleben.

Man “hungert” also nicht mit Intermittent Fasting. Der Körper wird absolut ausreichend versorgt und es mangelt sicher nicht durch kurzfristiges Fasten an Nährstoffen.

Unser Problem ist nun aber ein ganz anderes: Wir haben ein ganz klares Überangebot an Nahrung!

Intermittent Fasting gibt uns da die Möglichkeit uns nicht in der Essensauswahl einzuschränken, sondern im zeitlichen Rahmen.
Das Ganze ist flexibel, niemand muss bestimmte Zeiten einhalten und jeder kann es individuell auf sich selbst anpassen. Für mich eine geniale Lösung!

Warum kann es nicht normal sein, sich ohne Frühstück zu ernähren? Früher, vor Kühlschränken, Fast Food und Müsli-Riegeln war dies normal! Bisher zeigt die Studienlage deutlich, dass sich Intermittent Fasting nicht nachteilig auswirkt, sondern sogar viele Vorteile für unsere Gesundheit mit sich bringt.

Auch die körperliche und kognitive Leistungsfähigkeit ist nicht eingeschränkt, dazu später mehr. In meinen bisherigen 3 Jahren mit Intermittent Fasting konnte ich keine Nachteile feststellen.

Für mich ist es längst normal geworden ohne Frühstück in den Tag zu starten!

Das kann es für dich auch werden! Du sparst morgens Zeit in der du eigentlich frühstücken würdest und kannst so länger schlafen oder andere Dinge in der Zeit erledigen. Morgens ist die Zeit um produktiv zu sein! Nicht die Zeit, um sich mit vielen Kalorien vollzustopfen und träge in den Tag zu starten. Relevante Veränderungen am Blutzucker zeigen sich erst nach Tagen, auch Veränderungen an der Leistungsfähigkeit konnte diese Studie nach 23 Stunden Fasten und einem 90 minütigen Dauerlauf nicht zeigen!

23 Stunden! Wir fasten hauptsächlich zwischen 16 und 21 Stunden.

Kein gesunder Mensch wird hypoglykäm bzw. unterzuckert von 20 oder auch 30 Stunden Fasten!

DieseStatement wird mir, leider auch oft von Medizinern, entgegen geworfen. Da kann ich nur ein ganz klares Nein zurückgeben. Solange deine Leber ihren Job macht und den Blutzucker konstant hält, wirst du keine Probleme haben.

Es wurde schon hinlänglich untersucht, wie gut die Leber ihren Job macht:

Nach 48 Stunden fast ohne Nahrung: Kein Einfluss auf Kognition, Aktivität, Schlaf und Stimmung konnte festgestellt werden!

Diese aufwändige Doppelblind-Studie an 27 Gesunden stellte fest, dass nach 48 Stunden keine negativen Effekte auftreten. Dabei wurde aber nicht 48 Stunden komplett gefastet, sondern es wurde im Durchschnitt 313 kcal in den 48 Stunden konsumiert.

Dies zeigt uns, dass bei dieser Methodik auch keine negativen Effekte zu erwarten sind – vorausgesetzt wir sind gesund.

Ist dies nun ein extremer Ansatz oder kann es für den Einzelnen zur Normalität werden?

Mir ist wichtig, dass ich mein Gewicht beeinflussen kann, ohne viel darüber nachzudenken. Ich möchte einen Lifestyle leben, der es mir erlaubt abends mit Freunden Essen zu gehen, beim Grillen an der Isar zuzulangen oder mir auch einmal ein Eis zu gönnen (so komisch das klingt…) – das Alles ist für mich wichtig und das ist es auch für die, die sich um ihr Gewicht Gedanken machen.

An jeder Ecke hört man, wie Alle sich Gedanken machen, ob sie dies oder jenes noch essen wollen – immer ist es ein Gewissenskonflikt. Das ist doch nicht normal oder?

Ich will nicht von Diät zu Diät hetzen.. nur um nach einer Phase, in der man vielleicht nicht so drauf achtet, was man isst, wieder wochenlang drauf achten zu müssen, was ich esse.

Mit Intermittent Fasting kann ich all das an Essen einbauen, was ich will!

Intermittent Fasting gibt mir die Freiheit, sodass ich mir keine wenige Gedanken über diese Dinge machen muss. Ich muss keine Diäten machen, um ein gesundes Gewicht oder meine Ziele zu erreichen. Ich muss mich nicht einschränken, um mein Gewicht zu halten. Das mache ich alles durch verschiedene Essensfenster, verschiedene Mahlzeiten Größen und vor allem Erfahrung.

Diese Erfahrungen möchte ich mit euch teilen, damit ihr euch auch weniger dieser Gedanken machen müsst.

Denn solche Einschränkungen sind nicht schön, vor allem nicht als Dauerzustand.

Intermittent Fasting ist keine Diät. Vielmehr ist es eine simple Umstellung unserer Essensart, die uns mehr Entscheidungsfreiheiten und so mehr Erfolg bei unseren Zielen gibt. Und sie kann fest in den Alltag integriert werden und normal sein – wie denkt ihr darüber?

Wie das genau funktioniert, könnt ihr in meinem kostenlosen PDF Guide lernen!

Über den Autor


Sven Sparding aus Oldenburg ist Autor, Arzt, Unternehmer und einer der Gründer von iamfasting (www.iamfasting.de).

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