Intermittent Fasting und Sport

Vielen von euch werden Fragen zu Intermittent Fasting und Sport auf der Zunge liegen. Wie integriert man am besten Sport in den Alltag mit Intermittent Fasting? Schränkt es mich ein vor dem Sport nichts zu essen? In diesem Beitrag dreht sich daher alles um die allgemeine Physiologie von Sport in Verbindung mit Fasten!

Dazu werden wir uns gemeinsam 2 Studien vornehmen:

Intermittent Fasting schränkt unsere Leistungsfähigkeit nicht ein

1. Studie

Die erste wegweisende Studie beinhaltet zwei Gruppen von Gesunden, die beide einen 90-minütigen Lauf bei 70%iger Sauerstoff-Aufnahme (Maß für die Anstrengung) absolvierten: Die Kontroll-Gruppe wurde kurz vorher mit Nahrung versorgt, die zweite Gruppe war 23 Stunden ohne Nahrung.

“…but there was no difference between fed and fasted during exercise.”

Kein Unterschied in der Leistung beider Gruppen konnte festgestellt werden! Zusätzlich:

“Fat mobilization and utilization appeared to be greater in the fasted trial as evidenced by higher plasma concentrations of free fatty acids, glycerol, and beta-hydroxybutyrate as well as lower respiratory exchange ratio in the fasted trial during the first 30 min of exercise. These results demonstrate that in humans blood glucose concentration is maintained at normal levels during exercise after fasting despite the depletion of liver glycogen.”

In der Fasten-Gruppe war also auch die Fettmobilisierung höher – interessanter Punkt.

Auch da dies sogar eine 23-stündige Nahrungskarenz war verdeutlicht, dass kurzes Fasten unsere körperliche Leistungsfähigkeit nicht einschränkt! Wir bewegen uns meist in 16-19 stündigen Fastenzeiträumen und können so unbesorgt sein, dass das Fasten dafür sorgt, dass unser Laufpartner uns in Zukunft abhängt.

2. Studie

Die nächste Fasten Studie hat ein noch größeres Fastenfenster – 3,5 Tage!

Hier wurde anschließend die Beeinträchtigung in Stärke, anaerober Kapazität (sauerstoffunabhängiger)  und aerober (sauerstoffabhängiger) Ausdauer gemessen und mit dem Ausgangszustand verglichen.

“The 3.5 day fast did not influence isometric strength, anaerobic capacity or aerobic endurance. Isokinetic strength was significantly reduced (approximately 10%) at both velocities.”

“It was concluded that there are minimal impairments in physical performance parameters measured here as a result of a 3.5 day fast.”

Die isometrische Kraft (Kraft, während der Muskel in der gleichen Position bleibt), anerobe Kapazität und aerobe Ausdauer waren nicht beeinträchtigt! Lediglich die isokinetische Kraft (Kraft, während der Muskel seine Länge aktiv verändert) war um 10 % beeinträchtigt, was wohl dem großen Fastenzeitraum geschuldet war. Eine Studie zu kurzen Fastenzeiträumen und Stärke gibt es leider noch nicht. Ich bin der Meinung, mit Blick auf meine eigenen Erfahrungen, dass gefastetes Training mit der 16/8 (oder 20/4) Methodik unsere Stärke nicht beeinflusst.

Um mögliche Defizite nach kurzem Fasten auszugleichen, empfiehlt Martin Berkhan eine kleine Portion Aminosäuren unmittelbar vor dem Krafttraining – mehr dazu im kommenden Blogbeitrag zu Intermittent Fasting und Krafttraining.

Heute habe ich einen interessanten Podcast (MindPump) gehört, in dem Dr. Dom D’Agostino interviewt wurde und von seinem Experiment voriges Jahr erzählte. Nach 7-tägigem  Fasten hat er seine Stärke getestet und ungefähr 226 kg beim Kreuzheben gehoben, 10 Mal. Das ist eine außerordentliche Leistung – und das nach 7 Tagen ohne Essen!

 

Es sprechen kaum Gründe gegen sondern vielmehr für gefastetes Training, sei es Cardio oder Krafttraining.

Die beste Zeit, um mit Intermittent Fasting Sport zu machen

Die beste Zeit um aktiv zu sein, ist die Fastenzeit!

Hier profitierst du von Intermittent Fasting durch einen fehlenden Energiestrom aus deinem Verdauungstrakt!
Eine Mahlzeit, die du vorm Joggen/Spazieren gehen zu dir nimmst, wird dich auch währenddessen mit Energie versorgen – die Energie vom Essen geht durch den Blutstrom entweder zu den Muskeln, Fettzellen, zu anderen Strukturen, die Energie benötigen (z.B. Gehirn), oder werden direkt als Energie genutzt – um in diesem Fall den Verbrauch beim Cardio abzudämpfen.
Ohne diesen Energiestrom kommt die Energie im besten Fall direkt daher, wo sie herkommen soll – den Fettzellen!

Auch beim Krafttraining im gefasteten Zustand profitierst du von Intermittent Fasting! Hier kommt dir besonders der höhere Ausstoß von Wachstumshormonen zu Gute und unterstützt dich beim Muskelaufbau und der Fettverbrennung. (1) + (2)
Ich trainiere seit 3 Jahren grundsätzlich gefastet und habe damit gute Erfolge!

Sei flexibel und pass dich deinem Alltag an – auch beim Sport

Intermittent Fasting soll dich nicht beim Sport einschränken oder behindern! Deine Leistungsfähigkeit ist dabei nicht eingeschränkt. Lass dich nicht von Timing oder Ähnlichem davon abhalten Sport zu machen! Das ist Nebensache.

Mir ist es wichtig, dass du flexibel bist und dich nicht in deinem sonstigen Leben einschränkst.

Intermittent Fasting soll dich in deiner Lebensweise und Zielen unterstützen. Falls du nun durch deinen Beruf gezwungen bist, morgens und somit vermutlich in der Mitte deines Fastenfensters Sport zu machen oder auch abends, nachdem du schon was gegessen hast – dann ist das so. Optimieren kann man immer – wir wollen das beste aus unserer Situation und Alltag machen. Der Ansatz sollte daher so flexibel wie möglich sein.

Mein Ziel ist es, euch bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen und das meiste aus IF herauszuholen!

2018-02-07T19:33:06+00:00

21 Comments

  1. […] Vor allem die Bewegung im nüchternen Zustand, z.B. Joggen oder Kraftsport, beziehen ihre Energie dann idealerweise aus den Fettzellen und erhöhen damit die Fettverbrennung. Auch ist unsere körperliche Leistungsfähigkeit beim gefasteten Training nicht einschränkt (s. dazu hier). […]

  2. Max Weißensteiner 31. Mai 2018 um 15:31 Uhr - Antworten

    Extrem interessant. Die beiden Studien haben mich doch einigermaßen überrascht

  3. katja 28. April 2018 um 7:10 Uhr - Antworten

    Hallo Sven,
    Ja ich habe schon mal eine Ernährungsumstellung mit Low Carb gemacht das hat auch sehr gut funktioniert,ich muss dazu sagen ich wiege im Moment 60kg bei 168cm ich bin so auch sehr zufrieden aber würde gerne am Bauch und an der Hüfte etwas weniger haben wollen . Sport mache ich seid Jahren drei bis vier mal die Woche.
    Ich komme sehr gut mit der Umstellung klar , ich esse zwei Mahlzeiten am tag, was mir auch völlig aus reicht ! Kann mir dennoch nicht erklären warum nichts passiert!
    liebe grüße Katja

    • Sven Sparding 1. Mai 2018 um 11:02 Uhr

      Hallo Katja,
      da du schon eine ausreichende Zeit (4 Wochen) deine neue Routine ausführst, kannst du sicher sein, dass du nicht im Kaloriendefizit bist.
      Ein nächster Schritt wäre entweder zu fragen, warum du noch nicht im Defizit bist, wenn du von 3 auf 2 Mahlzeiten gewechselt bist. Dazu habe ich dir den Artikel “Kein Erfolg mit Intervallfasten” im Kommentar drunter verlinkt. Irgendwie wirst du Kalorien kompensieren, die du durch die Umstellung eingespart hast. Eine einfache Erklärung wäre, dass deine Portionen gleichermaßen gestiegen sind – also die Kalorien des ausgelassenen Frühstücks einfach auf die anderen 2 Mahlzeiten übertragen hast und so bei netto 0 rauskommst. Das wäre ein Beispiel.
      Ob du nun ergründen kannst, warum du noch nicht im Defizit bist, ist aber relativ unerheblich und dient in erster Linie deinem Verständnis. Du kannst jetzt kleine Änderungen an deiner Routine vornehmen, die dich ins Defizit versetzen.

      Du kannst bspw. etwas länger fasten und dein Essensfenster so verkleinern. Du kannst auch einfach eine Portion etwas geringer gestalten oder Snacks streichen. Oder du kannst deine Schrittzahl pro Tag erhöhen bei gleichbleibender Kalorienzufuhr, um an der anderen Seite anzugreifen. Prinzipiell führen da sehr sehr viele Wege nach Rom – wenn du dir da den angenehmsten Schritt für dich raussuchst, ist es am besten. Wenn ich dir sage, dass du länger fasten sollst, aber dein Alltag das gar nicht zulässt, ist dir nicht geholfen.
      Was kann also eine kleine Änderung in deiner jetzigen Routine sein, damit du insgesamt über die Woche gesehen etwas weniger Kalorien zu dir nimmst?
      Liebe Grüße,
      Sven

  4. Katja K 26. April 2018 um 10:31 Uhr - Antworten

    Hallo Sven , ich mache seid knapp vier Wochen die 16/8 Methode machen morgens meine Sporteinheit dreimal die Woche und esse abends um 20:00 das letzte mal , dann erst wieder um 12:00 manchmal erst um 13:00 Uhr aber es tut sich nichts absolut nichts . Liebe Grüße Katja

    • Sven Sparding 27. April 2018 um 11:08 Uhr

      Hallo Katja,
      mit so wenig Informationen kann ich dir leider keine konkreten Ratschläge geben. Wenn du dir Konkretes wünscht, müsstest du mehr Informationen zu deiner Umstellung, zu deiner Ernährung und Gewichtsverlauf (hast du viele Diäten gemacht?) davor im Vergleich zu jetzt nach der Umstellung schreiben. Hast du vorher auch Sport gemacht? Je mehr Informationen, desto besser.
      Hast du denn schon diesen Beitrag gesehen? Da lohnt es sich sehr auch die Kommentare durchzugehen – dort sind viele Tipps, wie du damit umgehen kannst: https://www.iamfasting.de/blog/2017/05/15/kein-erfolg-mit-intervallfasten/

      Ich bin gespannt auf deine Antwort. Bis dahin viel Erfolg!
      Liebe Grüße,
      Sven

  5. Christel Nelhübel 12. April 2018 um 15:25 Uhr - Antworten

    Hallo Sven, diese Art zu fasten gefällt mir sehr gut, ich habe überhaupt kein Problem damit.Wir haben das schon mal ein paar Wochen gemacht und fangen jetzt wieder damit an. Wie gesagt, alles bestens nur ein Problem Wir nehmen nicht ab Kein bisschen!! Ich möchte überhaupt nur max. 5 Kilo abnehmen, mein Mann 10, aber es tut sich nichts.
    Wir laufen jeden morgen gleich nach dem Aufstehen eine Stunde, ca 5 KM. Dann einen Kaffee und dann Mittagessen. Ich glaube nicht das wir zuviel essen, kann man auch zu wenig essen? Süßigkeiten sind total gestrichen.Mir geht es eigentlich nur darum meine Bauchrolle loszuwerden. Ich bin ratlos und frustriert.
    Herzliche Grüße Christel

    • Sven Sparding 14. April 2018 um 17:21 Uhr

      Hallo Christel,
      seit wann seid ihr jetzt wieder dabei? Habt ihr das mit dem Laufen jetzt neu eingeführt? Kann es sein, dass ihr nebenbei ebenfalls Muskeln aufbaut und so den Fettverlust verschleiert?

      Aus der Ferne zu beurteilen wo es hakt, ist natürlich schwer. Hast du schon den Beitrag “Kein Erfolg” durchgelesen und vor allem in den Kommentaren gestöbert? Dort solltet ihr sicherlich viele Anregungen erhalten können.
      Hier der Beitrag: https://www.iamfasting.de/blog/2017/05/15/kein-erfolg-mit-intervallfasten/

      Wenn ihr zu wenig essen würdet, würde sich das durch starken Hunger bemerkbar machen.
      Ich bin gespannt auf deine Antwort.
      Liebe Grüße,
      Sven

    • Christel Nelhübel 21. April 2018 um 16:02 Uhr

      Hallo Sven, sorry das hab ich nicht gefunden.
      Wir laufen seit 4 Monaten jeden Tag 3-5 Km. Ich habe Schilddrüsenunterfunktion, das macht das abnehmen glaube ich auch schwerer.Gefastet haben wir ca 2 Monate und jetzt wieder seit 4 Wochen.
      Ich bin 169 cm groß und wiege 71 kg. Wenn ich lese das jemand zwar nicht abgenommen hat aber 6 cm weniger Taille dann werde ich ganz neidisch, das ist genau das was ich möchte.
      Ich habe kein Problem mit Hunger. Muss ich wieder Kalorien zählen?
      Bin ich noch angemeldet bei Euch??
      Viele Grüße

    • Sven Sparding 24. April 2018 um 19:15 Uhr

      Hallo Christel,
      kein Problem – ich würde es auch gerne übersichtlicher gestalten. Dafür haben wir die Facebook-Gruppe ins Leben gerufen, damit wir uns dort austauschen können.
      Ich würde euch empfehlen das Fasten etwas zu intensivieren – ihr seid offensichtlich noch nicht im Kaloriendefizit. Falls ihr jetzt noch bei 16/8 seid, würde ich initial auf ungefähr 18/6 umstellen und dann erstmal wieder 2-3 Wochen beobachten.

      Allein die Reduktion der Essenszeit führt immer dazu, dass wir in der Tendenz weniger essen. Dazu muss man sich nur die Extreme anschauen: Wie wäre es, wenn wir nur 4 Stunden hätten, um zu essen? Wäre es da leicht viel zu essen? Ich denke nicht. Spätestens bei 22/2 hat man Probleme überhaupt seinen Bedarf zu essen. Bei mir ist es so, dass ich bei ungefähr 19/5 -20/4 absolut immer abnehme – das solltet ihr aber nicht direkt probieren.
      Erstmal würde ich von 16/8 auf 18/6 umsteigen und beobachten, was passiert.
      Viel Erfolg euch! Im Newsletter bist du, glaube ich, nicht mehr – dazu müsstest du dich erneut eintragen.
      Liebe Grüße,
      Sven

  6. Nimet 28. März 2018 um 15:22 Uhr - Antworten

    Hallo Sven,

    vielen Dank für diese Seite. Ich finde fast immer die Antworten auf meine Fragen. Ich mache jetzt seit etwas 2 Monaten die 16/8 Methode und es fällt mir überhaupt nicht schwer. Ich habe früher schon instinktiv das Frühstück ausgelassen, weil mir mein Kaffee mit Milch ausgereicht hat bis zum Mittag. Zwischenzeitlich kann ich sogar auf die Milch verzichten und nehme die erste Mahlzeit um 14.00 Uhr zu mir und die letzte meistens zwischen 20 – 21.30 Uhr, da ich gerne mit meinem Freund esse, dieser aber beruftsbedingt nicht früher zu hause sein kann. Auch nasche ich sehr gerne, halte es aber jetzt so, dass ich nur zur Mahlzeit was Süßes esse, zwischendurch vermeide ich es. Das einzige ist bei mir die sportliche Betätigung. Ich komme fast immer auf etwa 7000 Schritte und wenn das Wetter gut ist, schaffe ich es sogar morgens 4000 Schritte zusätzlich zu gehen. Nun würde ich gerne noch Muskelaufbau betreiben, aber ich habe eine totale Abneigung gegen Fitnesscenter und Sportkurse … Ich weiß auch nicht, mag es nicht mit anderen Sport zu machen. Hast du eine Idee oder Empfehlung wie ich zu hause das hinkriegen könnte? Ich möchte nicht abnehmen, sondern nur meinem Körper ein bisschen mehr Form geben.
    Liebe Grüße,
    Nimet

    • Sven Sparding 29. März 2018 um 16:49 Uhr

      Hallo Nimet,
      vielen Dank für deinen Kommentar – wir haben eine sehr ähnliche Routine gerade und essen auch erst zwischen 20-22 Uhr unser Abendessen. Wir versuchen das ganze jetzt ein wenig weiter nach vorne zu verlegen, manchmal wird es dann doch etwas zu spät. 😉 Schön, dass es aber für dich auch gut funktioniert!
      Die Abneigung gegenüber Sportkursen/Fitness Studio kann ich nachvollziehen, da musste ich mich auch lange Zeit daran gewöhnen, sodass mich nichts mehr wirklich aktiv “stört”.
      Ich habe in der Tat eine Idee für dich: Ich nutze unterwegs ab und zu ein Programm von 3 Jungs aus den USA, mit denen ich auch in Kontakt steht. Die haben ein wahnsinnig gutes Programm für zuhause und unterwegs. Das Programm heißt MAPS Anywhere von MindPump. Schau dir das mal an – das könnte ideal für dich sein. Es ist jedoch kostenpflichtig. Schreib mir sonst gerne noch einmal per Mail, wenn du dazu mehr Infos hören willst (Aufbau/Struktur/Übungen).
      Liebe Grüße,
      Sven

  7. Caro 22. Februar 2018 um 11:43 Uhr - Antworten

    Hallo Sven, hallo Erika,

    ich habe vor zwei Wochen mit dem Intermittent Fasting angefangen und muss sagen – ich finde es super! Es tut mir richtig gut und fällt mir auch nicht schwer. Im Gegenteil, es spornt mich eher an, mein Ziel von 16 Stunden Fasten täglich erreichen zu wollen. Anfang des Jahres mache ich immer eine Woche Heilfasten nach Buchinger – das tut mir auch gut, fällt mir aber um einiges schwerer 🙂

    Ich folge euch auch bei Instagram und bin immer ganz neidisch, dass ihr die Möglichkeit habt, morgens, also während des Fastens Sport zu machen. 🙂 Ich arbeite leider von 7 – 16:30 Uhr und gehe erst abends zum Sport. Meine Fastenzeit hat sich daher mittlerweile von abends 19 Uhr bis morgens 11 Uhr eingependelt. Am Wochenende mache ich auch vormittags Sport, da passt es gut rein in die Fastenzeit.

    Nun zu meiner Frage: Würde ich versuchen die Fastenzeit meinem Sportprogramm anzupassen (wegen der Effektivität), dann könnte ich von 8/9 Uhr bis 16/17 Uhr “essen” und dann mit dem Fasten beginnen. Mein Sport beginnt aber meist gegen 18/19 Uhr – da befinde ich mich ja erst am Anfang des Intermittent Fasting. Ist es dann überhaupt effektiver oder bleibt sich das dann gleich?

    Ich hoffe, ihr versteht meine Frage 🙂

    Macht weiter so – ich finde euch super!

    LG, Caro

    • Sven Sparding 22. Februar 2018 um 14:06 Uhr

      Halo Caro,
      das hört sich super an! Genau so sollte es sein – das tägliche Fasten ist leicht und wird zur Routine. 🙂

      Ja, wir sind gerade in Bezug auf Sport in einer sehr komfortablen Position und können es uns legen, wie wir wollen. Den Sport in die Fastenzeit zu legen, ist aber absolut kein Muss. Von deiner Idee würde ich abraten – nach unserer Erfahrung ist es leichter und angenehmer in den Tag zu fasten. Du hast das für dich ja sehr gut umgesetzt und dich gut daran gewöhnt. Nur für den growth hormone Ausstoß die Routine komplett umzuschmeißen, wäre kontraproduktiv.
      Auch sagst du genau richtig: Du wärst am Anfang deiner Fastenzeit und es hätte nicht den gleichen Effekt wie am Ende der Fastenzeit. Erst nach einiger Zeit ohne Essen werden die Wachstumshormone beim Sport ausgeschüttet.

      Klare Empfehlung zu: Weiter so und mach dir keinen Kopf wegen der “perfekten” Sportzeit. Das ist nicht der entscheidende Faktor für deinen Erfolg – viel besser ist es, dass du deine Routine so entwickelst, dass sie dir wirklich leicht fällt.
      Als letzte Idee: Du könntest morgens vor der Arbeit Sport machen. Das muss man aber auch mögen, ich konnte mich nie dazu aufraffen vor der Arbeit in der Klinik.
      Letzte Empfehlung: Wenn du nicht auf morgens wechselst, sondern abends weiterhin Sport machst, würde ich dir warm ans Herz legen danach noch deine Mahlzeit zu haben. Wie spät es da im Endeffekt wird (20:30 oder sogar 21 Uhr) ist egal. Das ist jedoch deutlich angenehmer und physiologisch ebenfalls besser als mit Sport dein Fastenfenster sozusagen zu beginnen.

      War das alles verständlich oder habe ich mich unnötig kompliziert ausgedrückt? 😉
      Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße von uns Beiden! 🙂

    • Caro 26. Februar 2018 um 10:29 Uhr

      Hey ihr Zwei,

      danke, für die tollen Tipps.

      Jap, alles verstanden 🙂

      Sport vor der Arbeit fällt für mich auch raus, dazu schlafe ich zu gerne bis kurz vor knapp 🙂 also 6 Uhr 🙂
      Obwohl ich es grundsätzlich super finde mit Bewegung und Sport in den Tag zu starten, da werde ich wach und motiviert. Samstags motiviert mich der Morgensport dann zum Hausputz 🙂

      Du meinst also nach dem Sport die letzte Mahlzeit zu mir zu nehmen, bevor ich in die Fastenzeit starte, wäre besser?
      Bislang habe ich immer ca 1-2 Stunden vor dem Sport noch eine Kleinigkeit gegessen. Meistens mittags die Hauptmahlzeit und dann nicht mehr viel – zumindest an meinen Sporttagen.
      Ich esse einfach grundsätzlich nicht gerne spät abends, weil es mir schwer im Magen liegt (auch wenn ich was leichtes esse).

      Aber ich werde es ausprobieren und berichten.

      LG
      Caro

    • Sven Sparding 27. Februar 2018 um 17:16 Uhr

      Hi Caro,
      genau, das meinte ich. Sprich: Mittagessen, Sport, Abendessen.
      Ich fand es immer problematisch die Essenszeit zu beenden, dann Sport zu machen und dann trocken in die Fastenzeit zu starten.
      Aber genau wie du sagst: Probier dich aus und experimentiere, das ist das Beste. Würde mich sehr freuen dein Ergebnis zu hören! 🙂
      Liebe Grüße,
      Sven

    • Caro 1. März 2018 um 10:13 Uhr

      Hi Sven,

      die ersten Tage klappen ganz gut, mal schauen wie es weiter geht 🙂

      Oft liest man ja, dass Essen am Abend ansetzt, schwer im Magen liegt etc…. Habt ihr die Erfahrungen auch gemacht oder spielt der Körper aufgrund des Intermittent Fasting dann mit anderen Spielregeln?

      Liebe Grüße,
      Caro

    • Sven Sparding 1. März 2018 um 13:52 Uhr

      Hi Caro,
      top! Ja, das liest man in der Tat oft, ist aber nicht richtig. Meines Wissens ist es nicht nachteilig sogar seine kompletten Kalorien bspw. um 20 Uhr zu sich zu nehmen. Der Rat abends keine Kohlenhydrate zu essen, ist meiner Ansicht nach auch nicht richtig. Wir essen über die Hälfte unseres Bedarfs in den Abendstunden und haben damit keine Probleme. Martin Berkhan (der “Erfinder” von 16/8 und Krafttrainingsexperte) macht dies ebenso.
      Hier auch eine Studie dazu: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21475137
      Blöder Spruch dazu: Kohlenhydrate wissen nicht wie spät es ist. Das gilt auch für die anderen Makronährstoffe.
      Der Körper hat beim Fasten keine anderen Spielregeln. Es wird nur viel Mist erzählt – abends die Kohlenhydrate wegzulassen, ist sicher ein guter Tipp für Jemanden, der Kalorien reduzieren möchte. Aus der Sicht ist der Rat in Ordnung, hat aber biologisch keinen Hintergrund und sorgt für Verwirrung beim Thema Intervallfasten.
      Liebe Grüße,
      Sven

    • Caro 1. März 2018 um 14:16 Uhr

      Hi Sven,

      vielen Dank für deine ausführliche und fundierte Antwort 🙂 🙂

      Ich merke definitiv an meinem Körper, dass es mir nicht schadet, wenn ich abends esse – im Gegenteil ich fühle mich wirklich gut. Sicherlich kommt es auch darauf an, was ich esse. Aber ich ernähre mich gerne gesund, probiere mich beim Kochen aus und liebe es Gemüse in allen Variationen zu essen…. 🙂

      Die Methode gefällt mir gut und ich bin damit wirklich zufrieden im Moment.

      Bis bald mal wider und vielen Dank für die tollen Ratschläge und Tipps!

      Liebe Grüße
      Caro

  8. Catharina Fehlinger 18. Januar 2018 um 12:36 Uhr - Antworten

    Hallo zusammen,

    daher, dass ich vormittags in der Uni bin, ist es für mich unmöglich am Ende der Fastenphase (wie empfohlen) Sport zu machen.
    Ich schaffe es erst immer spät nachmittags/abends zu meinem Workout.

    Is es hierbei besser das Workout zwischen die 2 Mahlzeiten zu legen oder nach der zweiten (also Ende Essphase/Anfang Fastenphase)?

    Liebe Grüße,
    Catharina

    • Sven Sparding 21. Januar 2018 um 15:31 Uhr

      Hallo Catharina,
      mir ist nicht bekannt, dass z.B. bezogen auf das Wachstumshormon da Unterschiede bestehen. Ich kann mir aber vorstellen, dass eine Sporteinheit zwischen den Mahlzeiten angenehmer für dich ist, da du dich nach der Sporteinheit noch einmal satt essen kannst – bevor du dann wieder dein Fastenfenster beginnst.
      Sport zu machen und dann direkt im Fastenfenster zu sein, halte ich für schwieriger. Es ist aber natürlich beides möglich!
      Liebe Grüße,
      Sven

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