Weniger Entzündung mit Intermittent Fasting

Weniger Entzündung mit Intermittent FastingWeniger Entzündung im Körper mit Intermittent Fasting – wie ist das möglich? Wie kann Fasten dafür sorgen, dass entzündliche Prozesse im Körper gebremst werden?

Weniger generalisierte Entzündung in der Medizin bedeutet immer eine Überwachung von bestimmten Substanzen im Körper. In den Studien werden somit viele solcher Entzündungsparameter verwendet, um den Entzündungszustand im Körper zu messen.
Das CRP (C-reaktives Protein) ist zum Beispiel ein gängiger Parameter, der auch nach Operationen bestimmt wird, um Entzündungen auszuschließen. Ein Anstieg des Markers geht hier mit einer Entzündung einher.

Lasst euch von dem Fachenglisch nicht irritieren, die wichtigen Stellen habe ich fett markiert. Ich zitiere es hier, um medizinisch Interessierten das Original zu bieten und stelle damit sicher, dass es ein objektiver Beitrag ist.

Nahrung verursacht immer eine Entzündung

70-80 % der immunologisch aktiven Zellen befinden sich in der Darmschleimhaut. Der Darm ist somit das größte Immunkompartiment unseres Körpers!

Wir sind uns dessen gar nicht so bewusst, aber: Alles, was wir essen, ist Fremdmaterial!
Dieses Fremdmaterial kann uns schaden. Mitgegessene Keime können unseren Körper potenziell besiedeln, was der Körper verhindern will und muss.

Wenn eine Person viele Mahlzeiten zu sich nimmt, kann man sich vorstellen, dass der Körper schwer beschäftigt damit ist, Schaden abzuwehren. Die Immunabwehr dieser Person ist konstant unter Stress und kann sich immer nur kurze Zeit erholen.

Eine Person, die beispielsweise nur 2 Mahlzeiten am Tag isst, ist immunologisch nicht so sehr gefordert wie eine Person mit 3 oder 4 Mahlzeiten. Logisch, oder? Dies schlägt sich in der generellen Entzündungslage nieder. Bedeutet, dass wenn das Immunsystem im Darm mehr gefordert wird, ist es auch im übrigen Körper leichter für Entzündungen Fuß zu fassen!

Das macht nicht nur Sinn in der Theorie, sondern konnte auch mit mehreren Studien belegt werden:

1. Studie

Diese Studie ist im Rahmen des Ramadans gemacht worden. 50 Personen wurden begleitet und die Veränderungen (1 Woche vor, am Ende der 3. Woche und 1 Monat nach dem Ramadan) bestimmter Marker im Blut beobachtet:

“The proinflammatory cytokines IL-1β, IL-6, and tumor necrosis factor α; systolic and diastolic blood pressures; body weight; and body fat percentage were significantly lower (P < .05) during Ramadan as compared with before Ramadan or after the cessation of Ramadan fasting. Immune cells significantly decreased during Ramadan but still remained within the reference ranges. These results indicate that RIF attenuates inflammatory status of the body by suppressing proinflammatory cytokine expression and decreasing body fat and circulating levels of leukocytes.

2. Studie

Eine weitere Ramadan-Studie mit 40 Teilnehmern. Mit nur 12 Stunden Fastenzeit konnten positive Effekte festgestellt werden:

“Our results demonstrate that prolonged intermittent fasting in a model like Ramadan has some positive effects on the inflammatory status of the body and on the risk factors for cardiovascular diseases such as homocysteine, CRP and TC/HDL ratio.”

3. Studie

Die dritte Studie befasste sich mit 10 Übergewichtigen, die zusätzlich an Asthma litten. Das Fasten Modell war hier Alternate Day Fasting mit Tagen, an denen frei gegessen werden durfte, und Tagen mit eingeschränkter Kalorienzufuhr (<20% des Bedarfs).

Their asthma-related symptoms, control, and QOL (Anmerkung: quality of life) improved significantly, and PEF increased significantly, within 2 weeks of diet initiation; these changes persisted for the duration of the study. Spirometry was unaffected by ADCR. Levels of serum beta-hydroxybutyrate were increased and levels of leptin were decreased on CR days, indicating a shift in energy metabolism toward utilization of fatty acids and confirming compliance with the diet. The improved clinical findings were associated with decreased levels of serum cholesterol and triglycerides, striking reductions in markers of oxidative stress (8-isoprostane, nitrotyrosine, protein carbonyls, and 4-hydroxynonenal adducts), and increased levels of the antioxidant uric acid. Indicators of inflammation, including serum tumor necrosis factor-alpha and brain-derived neurotrophic factor, were also significantly decreased by ADCR. Compliance with the ADCR diet was high, symptoms and pulmonary function improved, and oxidative stress and inflammation declined in response to the dietary intervention. These findings demonstrate rapid and sustained beneficial effects of ADCR on the underlying disease process in subjects with asthma, suggesting a novel approach for therapeutic intervention in this disorder.

 

Gerade diese Studie ist für mich beeindruckend: Die Essensart konnte Symptome bei Asthma verbessern und die Lebensqualität der Patienten steigern – durch eine simple Änderung der Essensgewohnheit!

Alle Studien gemeinsam zeigen, dass kurzzeitiges Fasten mit einer Reduktion von Entzündung im Körper Hand in Hand geht. Das nicht nur lokal im Darm, sondern im ganzen Körper wie beispielsweise bei Asthma.

Die USA erforschen zur Zeit intensiv die therapeutischen Möglichkeiten des Fastens. Ende Mai wurden Ergebnisse zu einer Fasten-Therapie bei Multiple Sklerose veröffentlicht. In Zusammenarbeit mit der Charité in Berlin konnte eine amerikanische Gruppe zeigen, dass Fasten bei Mäusen therapeutisch bei Multiple Sklerose wirkt und potenziell Medikamente ersetzen/unterstützen kann – höchst interessant welchen Nutzen Fasten bringen kann.

Eine Umstellung zu Intermittent Fasting kann dir helfen Entzündungen in deinem Körper zu bekämpfen

Viele berichten beim Selbstversuch, dass sie einen Unterschied merken. Es ist ein greifbarer Unterschied von dem auch du profitieren wirst, wenn du Intermittent Fasting machst.

Die bloße Umstellung von mehreren Mahlzeiten, beispielsweise von Frühstück + Mittagsessen + Abendessen und noch Snacks, auf nur 2 Mahlzeiten mit Intermittent Fasting reduziert Entzündungen im ganzen Körper – unabhängig von der Lokalisation!